Stille Nacht Jubiläum 24.12.2018

Stille Nacht Jubiläum 24.12.2018

Friedenslied

„Stille Nacht! Heilige Nacht!“ als Friedensbotschaft

Das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ wirkt seit seinem ersten Erklingen als hoffnungsvolle Botschaft von der Menschwerdung: Es gilt als Welt-Friedenslied und wurde 2011 in die nationale Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Verfasst hat den Text 1816 der Salzburger Priester Joseph Mohr in deutscher Sprache, was ungewöhnlich war für die damalige Zeit. Aber schon darin schwang mit, worum es Joseph Mohr ging: Um Gemeinschaft und Verbundenheit. Er selbst verstand sich als Seelsorger, dem notleidende Menschen ganz besonders am Herzen lagen. Sein eigener tiefer Glaube floss in seine Textzeilen ein. Und die Friedensbotschaft selbst stellt ihre verbindende Kraft über Ländergrenzen, Sprachbarrieren, Religionen und Jahrhunderte immer wieder unter Beweis.

„Holder Knabe im lockigen Haar, schlaf in himmlischer Ruh“: Das Weihnachtsgedicht von Joseph Mohr beginnt als Wiegenlied für das neu geborene Christkind. Der junge Priester, dem große Volksnähe nachgesagt wird, wusste um die Not der Menschen und ihre Sorgen. Er schrieb daher einen leicht verständlichen Text in deutscher Sprache, der die Menschen ergriff. Der tröstliche Gedanke von Rettung aus der Not durch die Geburt von Jesus und durch die Liebe Gottes zu den Völkern der Welt zieht sich bis zur sechsten Strophe und schenkte auch dank seiner berührenden Melodie neuen Halt und Zuversicht.